Günter Wand

Das Gürzenich-Orchester Köln hat unter seinen Kapellmeistern nicht wenige Dirigenten von Weltrang. Einer der bedeutendsten ist Günter Wand, der 1939 als Erster Kapellmeister an die Kölner Oper kam und von 1946 bis 1974 als Generalmusikdirektor und Gürzenich-Kapellmeister das Orchester prägte. Das Gürzenich-Orchester entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem hervorragenden Ensemble, das sich nicht nur durch exzellente Aufführungen im klassisch-romantischen Bereich bewährte, sondern auch auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik. Eine große Zahl an Ur- und Erstaufführungen zeugen davon: So das „Konzert für Orchester“ von Bernd Alois Zimmermann (1946), das „Konzert für Violoncello und Orchester“ von Wolfgang Fortner (1951) und Werke von Oliver Messiaen, um nur einige Beispiele zu nennen. Legendär ist dabei seine strenge Auffassung von Werktreue: Als er als noch junger Dirigent gefragt wurde, wie er Beethovens 9. Sinfonie interpretieren werde, ob eher wie Arturo Toscanini oder mehr im Stile Wilhelm Furtwänglers, war seine Antwort: „Wie Beethoven“.In den späteren Jahren konzentrierte er sich fast ausschließlich auf Werke der Klassik und Romantik, seine Schallplattenaufnahmen der Bruckner- und Schubert-Sinfonien aus den 1980er-Jahren gelten noch immer als Referenzeinspielungen.

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Günter Wand